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Kunstfenster Dießen

„die Dinge groß sehen“

20.11. - 7.12.2014


„Eni“, Öl/Lwd, 54 x 65 cm, 2014


Martin Gensbaur
Malerei
Jörg Kranzfelder
Fotografie

Eröffnung:
Do., 20. November, ab 18 Uhr im Kunstfenster

Sa., 22. November, Beginn um 19 Uhr:
Vortrag und Gespräch zum Thema der Ausstellung im Taubenturm bei der
Klosterkirche:


Ausstellung:
22. November bis 7. Dezember,
jeweils Sa. und So., 14 Uhr bis 18 Uhr

Zur Ausstellung erscheint
„Das Kunstfenster“ mit einer auf 20 Exemplare limitierten Vorzugsausgabe.

Informationen:
www.kunstfenster-diessen.de



Das Kunstfenster ist eine neue Ausstellungsplattform für Malerei und Fotografie. Über drei Schaufenstern in der Dießener Hofmark steht seit Mai 2014 der Schriftzug „Kunstfenster Gensbaur“. Zwei- bis drei Mal im Jahr finden hier, an der Straße, die den Ammersee mit dem Marienmünster verbindet, Sonderausstellungen statt. Ein Merkmal der Fenster ist deren schmucklose Präsenz im öffentlichen Raum. Sie sind transparent und bereit für einen Dialog mit denen, die die Engstelle täglich passieren, Einladung zu einer spontanen Begegnung mit zeitgenössischer Kunst und Fotografie, wenn auch nur im Vorbeifahren.


„Man muss die Dinge groß sehen“. Ein Gedanke des Malers Franz Marc dient als Thema einer Studioausstellung im Kunstfenster Dießen. Er ist Arbeitstitel eines Dialogs zweier zeitgenössischer Dießener Künstler. Malerei trifft auf Fotografie. Die Dinge groß sehen bedeutet weglassen können, zusammenfassen, das monumental Zeitlose im rasch und zufällig Gesehenen begreifen. Es geht in dieser Ausstellung um Alltägliches, Nebensächliches, um Dinge, an denen man rasch vorbei fährt, um ein Déjà vu. Es geht um das Schauspiel, welches uns täglich umgibt. Vorausgesetzt, wir nehmen es wahr.


An wie vielen Bildern fahren wir täglich vorbei? An solchen Orten Bilder zu machen bedeutet, den Fuß vom Gas nehmen, stehen bleiben, die Zeit anhalten um zu schauen....
Zur rechten Zeit am rechten Ort und im besten Moment den Auslöser drücken. Was der Kanadier Jeff Wall in einem Interview über seine Fotoarbeiten äußert, gilt auch für mich als Maler. Nur dauert das „Auslösen“ in der Malerei mehrere Tage, Wochen, manchmal auch Monate. Wo ist der rechte Ort? Wann ist der beste Moment? Sobald ich Farbe auf Leinwand auftrage oder einen Auslöser drücke, entstehen Bilder. Doch damit ist es nicht getan. Es geht um das Sehen. Es geht darum das Bild vor meinen Augen von seinem zufälligen Ort zu lösen. Im Prozess des Malens kommt bei mir erst alles das in Bewegung, was Jeff Wall im Vorfeld ordnet und planvoll inszeniert, bevor der den Knopf drückt....

„Bilder sind niemals nur das, was sie zu sein behaupten“, So formuliert es der Kunsthistoriker Hans Belting. Ich würde noch weiter gehen: Glauben Sie Leuten, die Bilder machen, nichts! Bilder sind keine Realität, sondern Vision, Ansichtssache, reine Erfindung, allenfalls von der Wirklichkeit ermöglicht. Bilder sind Inszenierungen, dem Auge eines Anderen zu verdanken. Alles, was an Realität in ihnen steckt, ist bestenfalls ein Déjà vu des Betrachters, die Erinnerung, so etwas schon irgendwann und irgendwo einmal gesehen zu haben....

Malerei oder Fotografie?
„Bilder… sind Nomaden, die ihre Zelte in unterschiedlichen Medien aufschlagen“ (H.Belting). Warum nicht auch im Medium der Malerei? Wichtiger als die Frage nach dem Medium ist doch die Frage nach dem Bild....
Bilder werden auf dem Kunstmarkt nach der Größe der Formate bewertet, die Bilder an der Straße sowieso. Man muss die Dinge groß sehen“, sagt Franz Marc. Das geht auch im kleinen Format.

Auszüge aus einem Vortrag Martin Gensbaurs, Mai 2014


Martin Gensbaur

1958 in München geboren.
1977 - 1984 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
Diplom für Malerei und Graphik,
Erstes und Zweites Staatsexamen
seit 1984 Kunsterzieher,
Lehrauftrag für Kunstgeschichte,
Seminarleitung Kunst in München
www.gensbaur.de





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Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst
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